Nahwärmenetz in Eibenstock
In der Stadt Eibenstock existiert seit 2007 ein Nahwärmenetz, welches 7 Gebäude mit Wärme versorgt. Dieses wird bisher mit Holzhackschnitzel- und Erdgaskessel in der „Glück auf!“ - Oberschule Eibenstock betrieben. Im nun vorliegenden Projekt handelt es sich um eine Erweiterung des Bestandsnetzes auf Teile der oberen Innenstadt. Auch das neu geplante Netz soll durch den Wärmeträger Biomasse in Form von Holzhackschnitzel und Erdgas als Redundanz betrieben werden.
Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung am 23.11.2024 wurden alle potenziellen Anschlussnehmer im Betrachtungsgebiet mit Vorwärmeverträgen angeschrieben, um einen Anschluss verbindlich einzugehen. Ohne eine solche verbindliche Anschlussvereinbarung kann keine weitere solide Netzplanung erfolgen. Auf Grundlage der Vertragsrückläufe wurde die Wirtschaftlichkeit geprüft und der endgültige Netzplan vom Planer Steinbeis-Transferzentrum Energie- und Umwelttechnik aus Oelsnitz erstellt. Dieser Netzplan ist unten abgebildet. Die rot markierten Gebäude stellen das Bestandsnetz dar und die blau markierten Gebäude die hinzukommenden Gebäude. Das Netz ist mit freien Kapazitäten geplant. Wer also Interesse hat, sich noch mit anzuschließen, kann sich beim Energiemanager der Stadt Eibenstock Steve Beyer unter Telefon: 037752 57-136 oder Mail: steve.beyer(at)eibenstock.de melden.
Das Heizhaus des neu entstehenden Netzes soll gegenüber der „Glück auf!“ – Oberschule neben dem Bolzplatz entstehen. Betrieben wird das Netz von der in Gründung befindlichen Nahwärme Eibenstock GmbH, welche zu 74,9 % Anteil der Energiegenossenschaft Chemnitz- Zwickau eG und 25,1 % Anteil der Stadt Eibenstock besteht.
Derzeit befindet sich der Planer in der detaillierten Umsetzungsplanung laut Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) – Modul 2 (Investitionsförderung), welche die Planung (LPh 5 - 8), Anlagenbau, Bauleistungen und Inbetriebnahme des Netzes zu 40 % fördert. Sobald die Betreibergesellschaft vollständig gegründet ist, folgt die Ausschreibung der zum Bau nötigen Gewerke, Beschaffung der Wärmeträger und zum Betrieb des Netzes nötigen Bestandteile.
Grobdaten des neu geplanten Netzes:
- Abnehmer: 23 (7 Bestand, 16 neu)
- Wärmebedarf: ca. 2,9 GWh/a (geplante Reserve für weitere Anschlussnehmer ca. 1 GWh/a)
- Wärmeträger: Holzhackschnitzel
- Redundanz: Erdgas
- Leitungslänge: ca. 1,7 km
- Investition: ca. 3,2 Mio. EUR ohne Förderung, ca. 2,0 Mio. EUR mit 40 % BEW-Förderung
- Zielwärmepreis laut Vorwärmeverträgen: 11,50 Ct/kWh netto + 46 - 50 EUR/KW/a

Endgültiges Nahwärmenetz Eibenstock (Stand Mai 2026)
Nahwärmenetz in Sosa
Nach der ersten Bürgerinformationsveranstaltung im Oktober 2024 und der darauffolgenden Abfrage von Anschlussinteressenten an ein Nahwärmenetz im gesamten Ortsteil Sosa gab es 68 Interessensbekundungen. Diese wurden hinsichtlich Netzdichte und der damit verbundenen Wirtschaftlichkeit überprüft und ein erstes Betrachtungsgebiet festgelegt. Dieses besteht aus 35 Anschlussnehmern und befindet sich im „Ortskern“ rund um die Hauptstraße (vom Gemeindeamt bis zum Schützenhaus, Stölzelgasse, Pfarrplatz, Auersbergstraße) und im Bereich rund um die Kita und Grundschule/Frölichgut (Frölichweg, Hillering, Teichweg, Wiesenstraße). Das heißt nicht, dass dieses bisherige Betrachtungsgebiet nicht erweitert werden kann oder weitere Interessenten dazu kommen können. Am Ende muss es für die in Gründung befindliche Betreibergesellschaft Nahwärme Eibenstock GmbH wirtschaftlich und für den Endkunden bezahlbar sein.
Auf Grundlage der Interessensbekundungen im beschriebenen Betrachtungsgebiet wurde ein vorläufiger Netzplan und eine Projektskizze erstellt (siehe Anhang). Mit diesen Voraussetzungen stellte die Stadt Eibenstock einen Förderantrag für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), welcher am 10.12.2025 bewilligt wurde. Daraufhin wurde die Planungsleistung zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie (inkl. Planungsleistungen HOAI 2 - 4) eines innerstädtischen Wärmenetzes im Quartier des Ortsteiles Sosa ausgeschrieben und an die Firma Steinbeis-Transferzentrum Energie- und Umwelttechnik aus Oelsnitz vergeben. Die beauftragte Firma und der Energiemanager der Stadt Eibenstock, Steve Beyer, sollen allen Netzanschlussinteressenten als zukünftiger Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Am 05.05.2026 wurde vom Planer gemeinsam mit der Stadt Eibenstock und dem Ortsvorsteher die weitere Herangehensweise zum Thema im Zuge einer Bürgerinformationsveranstaltung im Bürgerbüro Sosa vorgestellt. Die Präsentation hierzu befindet sich ebenfalls im Anhang.
Um allen Objekteigentümern im Ortsteil Sosa, welche sich noch nicht mit einer verbindlichen Interessensbekundung in Form eines Anmeldebogens zurückgemeldet haben, die Möglichkeit zu geben, ihr Interesse an einem Nahwärmeanschluss zu bekunden, wird die Stadt Eibenstock Folgendes anbieten:
Falls Sie verbindliches Interesse an einem Nahwärmenetzanschluss haben, füllen Sie den Anmeldebogen aus und senden ihn bis 30.06.2026 per Mail an steve.beyer(at)eibenstock.de oder geben ihn im Bürgerbüro auf der Hauptstraße 28 ab. Die Anmeldebögen liegen im Bürgerbüro Sosa aus oder stehen im Anhang als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Machen Sie gern Werbung für das Vorhaben, erzählen Sie es weiter und informieren Sie Ihre Mitbürger. Denn nur, wenn auf einer Straße genügend Eigentümer mitmachen, besteht die Möglichkeit, dort die Netzdichte zu erreichen, welche wirtschaftlich ist und am Ende die Straße bzw. das Quartier mit anschließen zu können.
Nach dem 30.06.2026 wird dann der Rücklauf geprüft und der bisherige Netzplan ggf. angepasst und in der laufenden Machbarkeitsstudie mitbetrachtet.
In der laufenden Machbarkeitsstudie untersucht nun die Planungsfirma die vier Varianten zum Netzbetrieb hinsichtlich der technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit, um sich dann gemeinsam mit der Betreibergesellschaft für eine Vorzugsvariante zu entscheiden. Die vier Varianten sind Seethermie aus der Talsperre, Geothermie, Biomasse oder Großluftwärmepumpe.
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie Ende dieses Jahres wird es eine weitere wichtige Bürgerinformationsveranstaltung geben mit der Vorstellung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und den beiden wichtigsten Punkten – der Vorzugsvariante für den Netzbetrieb und den künftigen Wärmepreisen. Anfang des Jahres 2027 werden dann mit diesen Preisen die verbindlichen Vorwärmeverträge an die im Betrachtungsgebiet befindlichen Interessenten versendet. Nach Rücklauf der unterzeichneten Vorwärmeverträge, wird das endgültige Netz festgelegt und mit diesem die Umsetzungsplanung begonnen.
Realistisch ist dann der Baubeginn 2028, um spätestens in der Heizperiode 2029/2030 Wärme liefern zu können.
Wenden Sie sich gern bei Fragen an den Energiemanager der Stadt Eibenstock unter 037752 57-136.

Vorläufiger Netzplan Sosa



