Auf ein Neues!
Vor Ihnen liegt die 1. Ausgabe des „Auersbergboten“ des neuen Jahres bzw. des Jahrzehnts. Wie bereits angekündigt, erscheint das Informationsblatt für unsere Stadt in einem neuen Gewand und auch mit einem neuen Modus. Wir hoffen sehr, dass Ihnen der neue Zuschnitt und die grafische Gestaltung des Blattes gut gefällt. Mit dem „Auersbergboten“ wollen wir Sie auch weiterhin über alle wichtigen Angelegenheiten unserer Gemeinde informieren und natürlich auch die amtlichen Bekanntmachungen veröffentlichen. Beachten Sie immer wieder unsere Hinweise zu den verschiedenen Auslagestellen, wo Sie das Heft einfach mitnehmen können. Für die Anfangszeit haben wir eine genügend hohe Auflage bestellt, sodass es keine Engpässe geben sollte. Dennoch bitte ich unsere Bürgerschaft darum, sorgsam mit der kostenlosen Verbreitung unseres Informationsblattes umzugehen. Es ist sicher kein Problem, wenn man aus Versehen einmal das Heft ein zweites Mal mit nach Hause nimmt. Wenn dies aber alle Haushalte tun, wird es eng. Nutzen Sie auch unser Online-Angebot auf der Internetseite der Stadt. Dort können Sie sich das Informationsblatt auch herunterladen bzw. Sie können es sich auch über die bereits veröffentlichte E-Mail-Adresse als Newsletter in Ihr E-Mail Postfach nach Hause bekommen. Langfristig möchten wir gerne die Auflagenhöhe zurückschrauben, um auch Papier zu sparen. Ich wünsche Ihnen mit dem neuen Informationsblatt auch weiterhin viel Freude beim Lesen und auch immer gut informiert zu sein.
Das neue Jahrzehnt wird auch für unsere Stadt sicherlich weiter im Zeichen der vielen und schnellen Veränderungen stehen. Die Herausforderungen der nächsten Jahre werden mindestens ebenso groß, wie in den Jahren nach der Wende 1990, als mit dem Aufbau und Neugestaltungsprozess begonnen wurde. Unser größtes Sorgenkind bleibt die demografische Entwicklung unserer Gemeinde. Der Bevölkerungstrend ist nach wie vor ungebremst negativ. Dabei ist hauptsächlich die Differenz zwischen den Geburten und den Sterbefällen die Ursache. Zuzüge und Fortzüge gleichen sich über die Jahre hinweg mittlerweile schon sehr gut aus. Wir brauchen aber eigentlich Bevölkerungszuwachs, um die angehenden Aufgaben auch stabil meistern zu können. Wir laufen auf eine große Gefahr zu, dass wir eine gewisse kritische Masse an Einwohnerzahl unterschreiten, bei der bestimmte Funktionen dann nicht mehr wirtschaftlich aufrechtzuerhalten sind. Aus diesem Grunde müssen wir weiter daran arbeiten, Menschen in unserem Ort anzusiedeln und ihnen eine Perspektive zu geben. Dabei sind alle gefragt. Stadt, Bürgerschaft und Unternehmen müssen gemeinsam dafür werben, dass wieder junge Familien hier im Ort eine Heimat finden und so auch zur Gestaltung des örtlichen Lebens mit beitragen.
Von städtischer Seite werden wir versuchen, die in den vergangenen beiden Jahren angeschobenen Projekte auf den Weg in die Realisierungsphase zu bringen. Die immer komplizierter und komplexer werdenden Genehmigungsverfahren werden uns hier sicherlich noch die eine oder andere Nuss zu knacken geben. Auch wird dieses Jahrzehnt davon bestimmt sein, wie wir als Ort dem Welterbetitel „Montanregion Erzgebirge“ gerecht werden. Überall haben solche Titel dazu geführt, dass Regionen bekannter und auch interessanter geworden sind. Nun haben wir diese große Chance, auch unsere Traditionen wieder weiterzuentwickeln. Wir müssen weiter unsere eigene Identität stärken und natürlich auch das Traditionsbewusstsein in der Bürgerschaft wieder fester verankern. Dazu bedarf es vieler Akteure und auch engagierter Bürger. Sicher werden wir nicht in absehbarer Zeit in ein Traditionsgefüge, wie z. B. in Oberbayern oder in Südtirol bzw. Österreich, kommen. Wir sollten aber das vorhandene Gut aufgreifen und weiterentwickeln. Was uns als Erzgebirge zu Weihnachten ausmacht, darauf können wir mit Sicherheit Heimatstolz entwickeln. Aber ieine ganzjährige Gesamttradition für unser Erzgebirge zu begründen, ist eine große Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Dies beginnt bereits beim Heranführen der Kinder und Jugendlichen in den Familien und in den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt. Hier soll der Stolz auf unser Erzgebirge seine Wurzeln schlagen. Wir werden in den nächsten Monaten sicher sehr intensiv über dieses Thema reden und auch Konzepte entwickeln, wie wir dies in diesem Jahrzehnt umsetzen wollen. Mit der Neuerrichtung des Bergbaulehrpfades ab diesem Jahr im Gerstenberggebiet ist sicher ein Anfang gemach. Aber damit ist es nicht getan. Eibenstock als Stadt des Bergmannsgrußes „Glück auf!“ im Rahmen dieses Welterbetitels bekannt zu machen, sollte unser minimaler Anspruch sein. Wenn wir dies schaffen, werden wir sicherlich auch, was den demografischen Wandel angeht, eine Trendwende herbeiführen können. Denn eines ist auch als leicht beginnenden Trend festzustellen. Viele Menschen suchen nach Identität, nach Heimat und nach Gemeinschaft. Dies ist eine Stärke, die der ländliche Raum nach wie vor hat. Gehen wir deshalb die Aufgaben für dieses neue Jahrzehnt mit Engagement und „Wir-Gefühl“ an. Dazu wünsche ich Ihnen und uns alles Gute.
Uwe Staab (Bürgermeister)




