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07.01.2019
| Kultur |

Kinner, wie de Zeit vergieht!

(AP) Das war der Titel des Weihnachtsstückes, welches sich die Bergbühne Eibenstock für Weihnachten 2018 ausgedacht hat.

Die Geschichte über eine Schulklasse, die sich im Jahre 1918 in einer Landschule von Eibenstock abspielte, war wie immer ein großartiger Erfolg für die Mimen. Die Lachmuskeln der Zuschauer wurden gehörig strapaziert und die Kraftausdrücke und Schimpfwörter unserer Schüler waren nicht gerade ein Vorbild für das damalige Bildungssystem. Nebenbei bemerkt, auch nicht für das heutige!
Oberstudienrat Brenneisen, genannt "de Brennschaar" (Andreas Pawlowsky) gibt sich viel Mühe, den unbotmäßigen Kandidaten Bildung und Anstand beizubringen. Mit mäßigem Erfolg!
Oberlümmel Paul (Wolfgang Schurz) schmückt das Kaiserbildnis zum großen Entsetzen des Oberstudienrates mit einem Weihnachtsmannbart.
Dass die Eibenstocker Talsperre schon in der Weltkarte von 1918 verzeichnet ist, haben wir auch noch nicht gewusst. Aber Helene (Jutta Nitsche) kennt sich aus!
Der Max (Eckard Schlegel) ist etwas arm im Geiste, aber in Religion ist er gut.
Natürlich gibt es auch Lichtblicke! Zum Beispiel, als Fritz, der Klassenbeste, Liebling des Lehrers, (Bernd Kämmer) die Glocke von Schiller rezitiert! Da freut sich sogar das Gerippe in der Ecke!
Und auch Anna, (Annette Wendler), die aus einer kinderreichen Familie stammt, ist eine gute Schülerin. Sie muss nur als älteste ständig auf ihre kleinen Geschwister aufpassen.
Die Prorektorin Adele Müller-Lüdenscheid von kaiserlichen Schulamt Chemnitz, genannt "de Bobelrektorn" (Ines Hutschenreuter) ist nicht erbaut von der Leistung der Schüler.
Das schulische Wissen ist sehr mäßig, aber dafür sieht sie sich mit laufenden Rotznasen und rutschenden Schlüpfern der Mädchen konfrontiert.
Das merkt sie auch bei Selma (Sabine Lenk). Diese hat große Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und auch im Rechnen ist sie eine Niete. Aber dafür hat sie Läuse.
Hausdiener und Pedell Arthur (Dirk Steglich) ist frisch verliebt und zwar in die Bobelrektorn. Das wird er jedoch noch bitter bereuen.
Und als letztes haben wir noch die aus Bockau zugezogene Frieda Amalia Rosalinde Margarete Amanda Susanna Hugendubel (Uta Axmann).
Ihre Mutter Lisbeth Hugendubel (Rita Zechel) liefert sie in der Schule ab und hält dem Oberstudienrat einen Vortrag über den sorglichen Umgang mit ihrer Tochter.
Vorsichtshalber bringt sie ihr noch einen Ersatzschlüpfer mit, da das Kind eine schwache Blase hat.

Dies ist der Inhalt des ersten Teiles unseres Weihnachtsstückes. Im zweiten Teil werden wir die Schüler wiedersehen, aber um 60 Jahre älter.
Diese Geschichte erzählen wir jedoch erst im nächsten Auersbergnote!

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Oberschule Eibenstock, die uns mit alten Schulbänken, einer Schultafel und einem Gerippe aushalf.
Dank gilt auch unserer Uta Axmann, die die Kostüme der Schulmädchen nähte und Eckard Schlegel, der Schiefertafeln, Bilderrahmen und anderes Zubehör baute, denn ohne diese Requisiten wäre die Aufführung nur halb so schön geworden.

Für das Jahr 2019 wünschen wir unserem treuen Publikum und den Freunden und Mitstreitern der Bergbühne Eibenstock alles erdenklich Gute und viel Gesundheit. Wir hoffen, dass wir uns auch im neuen Jahr wiedersehen, spätestens zur

Muttertagsveranstaltung
am Samstag, dem 11. Mai 2019.

Bergbühne Eibenstock
Der Vorstand

(Bild und Text: Rita Leistner)