Ehrungen und Stadtpreise

Der Bandonionverein Carlsfeld e.V. gestaltete das musikalische Rahmenprogramm.

Gelungene Premiere für die Verleihung der Stadtpreise zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2018

Es war einhelliger Tenor der Gäste der Premierenveranstaltung zur Verleihung der Stadtpreise am 3. Oktober 2018 im Kulturzentrum „Glück auf!“: „Schöner und würdiger kann man Ehrungen auf der Ebene einer kleinen Gemeinde nicht gestalten.“ Auch die Ehrengäste, Landrat Frank Vogel und Landtagsabgeordneter Thomas Colditz, waren von der festlichen Atmosphäre der Feierstunde sehr angetan. Das Orchester des Bandonionvereins Carlsfeld e.V. hat mit seiner musikalischen Umrahmung der Festveranstaltung wesentlich dazu beigetragen. Die Musikstücke waren ein Streifzug durch die verschiedenen Genres ihres Repertoires und kamen beim Publikum sehr gut an. Der Stadtrat hat mit seiner neuen Satzung über die Ehrungen und Auszeichnungen in der Stadt Eibenstock im Jahr 2017 im Grundsatz eine neue Ehrungskultur für den Ort geschaffen. Einmal im Jahr anlässlich des Tages der Deutschen Einheit erfolgt die Vergabe der Stadtpreise im Rahmen einer Festveranstaltung. In seiner Begrüßung streifte Bürgermeister Uwe Staab anlässlich des Tages der Deutschen Einheit gesellschaftspolitische Themen. Er sprach sich dafür aus, in den Gemeinden wieder mehr das „Wir“ vor dem „Ich“ zu stellen und würdigte die Leistungen der vielen ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde, besonders aber in den Vereinen, Kirchen und kulturellen Gruppen. Auch wünschte er sich, dass mehr jüngere Menschen sich diesen anschließen und auch schrittweise Verantwortung zu übernehmen.

Im Anschluss daran sprach Landrat Frank Vogel ein Grußwort. Auch er betonte die Bedeutung des Ehrenamtes in den Städten und Gemeinden, ohne die es keine sportlich-kulturellen Angebote, keine Veranstaltungen und keine Traditionen gäbe. Dies wurde auch im etwa 10-minütigen neuen Imagefilm des Erzgebirgskreises deutlich, den der Landrat vorstellte. Der Film wurde anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Landkreises Erzgebirgskreis produziert und zeigt sehr anschaulich, was alles in dieser doch kurzen Zeit im Erzgebirge entstanden ist und was ohne die große Gemeinschaft der ehemals vier Landkreise nicht geschafft worden wäre.

Als erste Ehrung des Abends erfolgte die Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt in den Kategorien Gold Silber und Bronze. Dazu wurde vom Stadtrat ein Kriterienkatalog erstellt, nachdem die jeweiligen Preiskategorien vergeben werden. Da es die erste Ehrung nach der neuen Satzung war, gab es auch eine entsprechend große Zahl von Preisträgern. Insgesamt wurde die Ehrenmedaille 14-mal in Gold, 5-mal in Silber und 6-mal in Bronze vergeben. Die Medaillen und Ehrenurkunden überreichten Der Landrat und der Bürgermeister.

 

 

Die Ehrenmedaille der Stadt in Bronze wurde an Gunter Horbach, Hendrik Roßbach, Bianka Brenner und Gisela Lorenz (v. 2. v.l.n.r.) verliehen. Nicht auf dem Foto sind Roland Frölich und Tommy Gruszynsky.

Die Ehrenmedaille der Stadt in Silber wurde an Reiner Lautenschläger, Klaus Trommer und Christoph Beetz (v. 2. v.l.n.r.) verliehen. Nicht auf dem Foto sind Wolfgang Beetz und Andreas Einer.

Die Ehrenmedaille der Stadt in Gold wurde an Thomas Roßbach, Tobias Unger, Jörg Siegel, Dr. Volker Böhm, Joachim Ullmann, Ralf Kröhl, Wolfgang Brückner, Gerhard Janietz, Ulrich Winkler und Holger Blechschmidt (v. 2. v.l.n.r.) verliehen. Nicht auf dem Foto sind Frank Herrmann, Christoph Pawlowsky, Hans-Jürgen Graf und Prof. Ludwig Güttler.

Neben den Ehrenmedaillen für das ehrenamtliche Engagement der Stadt in den 3 Kategorien werden neben dem bekannten Kulturpreis mit dem Wirtschaftspreis sowie dem Sanierungs- und Gestaltungspreis besondere Leistungen für die Entwicklung unserer Stadt in diesen drei Bereichen vergeben. Da es in diesem Jahr eine Premiere war, entschied sich der Stadtrat jeweils mindestens zwei Preisträger in den jeweiligen Kategorien der Stadtpreise zu ehren.

Der Wirtschaftspreis wurde zum einen an die Elektrowerkzeuge Eibenstock GmbH für deren erfolgreiche Entwicklung und Innovationen auf dem nationalen und internationalen Markt als größtes Unternehmen am Standort Eibenstock sowie seine 100-jährige Unternehmensgeschichte bzw. zum anderen an die Bretschneider Verpackungen Wolfsgrün GmbH für deren erfolgreiche Entwicklung und Innovationen auf dem nationalen Markt am Standort Eibenstock / Ortsteil Wolfsgrün sowie seine 190-jährige Unternehmensgeschichte vergeben. Neben der Ehrenurkunde und der Medaille erhielten beide Unternehmen eine „Eibe“ geschenkt, für die ein geeigneter Platz auf den Standorten der Unternehmen gefunden werden soll. Sie soll Ausdruck der Identität mit dem Heimatstandort Eibenstock sein. Die Geschäftsführer der beiden Firmen, Lothar Lässig und Ulrike Seidel, bedankten sich für den Preis und auch für die symbolträchtige Idee mit dem Namensbaum unserer Stadt.

Geschäftsführer Lothar Lässig (l.) bedankt sich für den Wirtschaftspreis 2018 für die Elektrowerkzeuge Eibenstock GmbH.

Geschäftsführerin Ulrike Seidel (m.) nahm den Wirtschaftspreis 2018 für die Bretschneider Verpackungen GmbH entgegen.

Der Kulturpreis 2018 wurde 3-mal vergeben. Der Erzgebirgischer Heimatverein Eibenstock e.V. erhielt diesen für die Gestaltung des Heimatblättchens „Unner Blatt’l“ in Mundart und das Gesamtengagement für die Städtepartnerschaft Biebertal – Eibenstock. Die Wanderfreunde Sosa e.V. erhielten den Kulturpreis für Gestaltung, fachliche Betreuung und Durchführung des 9. Sächsischen Wandertages in Eibenstock. Den dritten Kulturpreis des Abends bekam Dr. Uwe Bauer für seine genealogischen Forschungen zur Geschichte der Stadt Eibenstock seit 1980 und die Herausgabe der Bücher „Die Siegels“ und „Güter in der Bergstadt Eibenstock“. Alle Geehrten dankten ebenfalls der Stadt für die Auszeichnung und die Würdigung ihres Engagements.

Vereinsvorsitzender Matthias Schürer (m.) nahm den Kulturpreis 2018 für den Erzgebirgischen Heimatverein Eibenstock e.V. entgegen.

Vereinsvorsitzender Jörg Siegel (m.) nahm den Kulturpreis 2018 für die Wanderfreunde Sosa e.V. entgegen.

Dr. Uwe Bauer erhielt ebenfalls den Kulturpreis 2018.

Den Stadtpreis für gelungene Sanierungen bzw. die Gestaltung von ortsbildprägenden Gebäuden bekamen Familie Kerstin und Wolf-Dietrich Schreier für die Umgestaltung der Industriebrache der ehemaligen „Sticktex“ in der Ludwig-Jahn-Straße 12 zum Kunsthof Eibenstock und die Gestaltung des „Hundertweltenhauses“ sowie Mike Brückner für die denkmalgerechte Sanierung und Gestaltung des Gebäudes Postplatz 3 in Eibenstock sowie dessen Außenanlagen überreicht. Letzterer konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen und erhält den Preis nachträglich im Rahmen einer Stadtratssitzung verliehen. Auch Familie Schreier bedankte sich für den Preis sowie die Unterstützung bei allen außergewöhnlichen Ideen sowie die Einbindung der gesamten Anlage in das städtische Leben.

Bei den anschließenden Gesprächen nach der Festveranstaltung wurde deutlich, dass dieser nun eingeschlagene Weg der Richtige ist und dass damit eine würdige Ehrungskultur für Eibenstock entstehen wird. Nur der Termin muss nicht unbedingt genau auf den 3. Oktober gelegt werden. Hier bietet sich vielleicht das Wochenende zuvor an.

Der Sanierungs- und Gestaltungspreis 2018 wurde an Wolf-Dietrich und Kerstin Schreier (2. u. 3. v.r.) verliehen. (Fotos: Zenker)