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Brief aus dem Rathaus

Ausgabe Auersbergbote Nr. 01/2017

Dieser Winter wird gebraucht

Nun endlich hat es ordentlich geschneit. Wie immer im Leben aber ist es des einen Freud und des anderen Leid. Darum möchte ich voranstellen, dass bei allem Ärger der vergangenen 14 Tage, der zu erdulden war, dieser Winter gerade für unsere Tourismuswirtschaft sehr wichtig ist. Ebenfalls sei vorbemerkt, dass wir zurzeit einen ganz normalen Januar erleben, wie ihn wohl die meisten Erwachsenen unserer Gemeinde schon sehr häufig erlebt haben. Wir sollten sehr vorsichtig mit dem Begriff „Schneechaos“ umgehen. Sicherlich waren an zwei bis drei Tagen durch die akuten Schneefälle Probleme aufgetreten, die zu Behinderungen und Einschränkungen führten. Im Großen und Ganzen ist es aber den Winterdienstkräften der Stadt gelungen, den öffentlichen Verkehr in allen Bereichen unserer Gemeinde aufrechtzuerhalten. Ein großer Teil der Bürgerschaft hält sich dabei an die städtische Straßenreinigungssatzung und erledigt seine Aufgaben vorbildlich. Wie in jedem Jahr muss ich aber erneut darauf aufmerksam machen, dass die Einhaltung der Satzung in allen Punkten erfolgen muss. Nach wie vor besteht das Problem, dass einige Grundstückseigentümer ihren privaten Schnee in die Öffentlichkeitsbereiche verbringen. Dies ist verboten und stört erheblich die Reinigungsarbeit der städtischen Schneeräumkräfte. In einigen Straßen führte dies dazu, dass nur noch eine Fahrspur vorhanden ist. Es ist nicht möglich, den Schnee aus den Privatgrundstücken auf den Straßen aufzunehmen oder ihn gar dann abzufahren. Auch den Wunsch, im innerstädtischen Bereich großflächig Schnee abtransportieren zu müssen, können wir nur in Ausnahmefällen erfüllen. Der Abtransport von Schnee ist mit erheblichen Kostenaufwendungen verbunden. Aufwand und Nutzen müssen deshalb sorgsam gegeneinander abgewogen werden. Es stehen uns kaum Transportkapazitäten zur Verfügung, da ja alle Fahrzeuge mit Streuausrüstung und entsprechenden Aufsätzen versehen sind. Deshalb benötigen wir für den Abtransport des Schnees Fremdkapazitäten, die letztendlich auch Geld kosten. In der Summe haben sich sehr viele Bürger positiv zur Arbeit des städtischen Räumdienstes und der beauftragten Nachunternehmer geäußert. Aber es gibt auch nicht wenige, die sich in ihrem Ton vergreifen und nur ihre eigene Situation sehend Erwartungen haben, die wir nicht erfüllen können. Wir leisten uns gemessen an anderen Gemeinden wesentlich höhere Kapazitäten für die Schneeberäumung und trotzdem ist es nicht möglich, zu jeder Zeit an jedem Ort zu sein. Dafür müssen wir immer wieder um Verständnis werben.

Für das Image und den Tourismus unseres Ortes bzw. unserer Region ist ein schneereicher Winter von großer Bedeutung. Insofern können wir zufrieden sein, dass alle Skilifte laufen, alle Loipen bestens präpariert sind und dass damit auch unsere Tourismuswirtschaft ohne die Sorge des fehlenden Schnees ihr Tagesgeschäft betreiben kann. Dies fördert auch unseren Ruf als Ganzjahrestourismusregion erheblich. Nun haben wir wieder die Möglichkeit, mit guter Qualität und tollen Aktivangeboten bei unseren Gästen zu punkten. Wenn Gäste zufrieden nach Hause zurückkehren, ob als Tagesgäste oder auch als Übernachtungsgäste, so werden sie dies auch positiv multiplizieren und weitertragen. Nutzen wir deshalb das Potential, was wir haben, und bauen es aus. In diesem Januar beweist sich auch, dass man für eine Entwicklung des Qualitätstourismus einen langen Atem benötigt. Nehmen wir z. B. den Skibus im vergangenen Jahr, der vom Dauerregen regelrecht fortgespült wurde. In der AG „Kammloipe“ hatten wir nicht die Kraft, dieses Risiko für 2017 erneut einzugehen. Im Nachhinein müssen wir feststellen, dass es sich vielleicht gerade in diesem Winter gelohnt hätte. Nachfragen hatten wir dazu in den letzten Tagen viele. Insofern sollte uns die momentane Situation auch Mut machen, stabil Infrastrukturvoraussetzungen anzubieten, auch wenn es einmal in einem Jahr nicht so läuft wie wir uns es erhoffen. Es bleibt zu wünschen, dass wir jetzt noch einen stabilen Winter bis Ende Februar/Anfang März erleben, wo es ab und zu auch einmal schneien sollte, wir aber im Wesentlichen vor Schneechaostagen verschont bleiben.

Uwe Staab (Bürgermeister)