Wolfsgrün

Ortsteil Wolfsgrün

Der unmittelbar an der "Zwickauer Mulde" liegende kleine Ort Wolfsgrün mit 475 m ü. NN wurde wohl ebenso wie Blauenthal von dem aus Nürnberg stammenden Blechhändler Andreas Blau als Hammerwerk Oberblauenthal um 1530 gegründet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind für das Hammerwerk vermerkt: ein Hochofen, ein Stab- und ein Blechfeuer, ein Zainhammer und ein Zinnhaus. Außerdem befanden sich dort ein Herrenhaus, eine Mühle, eine Hufschmiede und die Wirtschaftsgebäude, die jedoch von geringerer Größe als sonst gewöhnlich bei Hammerwerken waren. Zum Ort gehörten acht Häuser mit etwa 80 Einwohnern.

Auf Anordnung des Königs von Sachsen wurde in Wolfsgrün 1810 eine Eisengießerei angelegt. Dort fertigte man u.a. Öfen aller Art, Backofenherdplatten, Ambosse, Schmiedeformen, Feuerroste für Kalkbrennereien, Töpfe, Gewichte, Wasserpfannen und Kessel. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine Holzstoff- und Papierfabrik angelegt, die noch heute besteht. Deren Besitzerfamilie Bretschneider ließ sich 1904 das sogenannte "Wolfsgrüner Schlösschen" als ihr Herrenhaus errichten. Das mit zahlreichen Jugendstilmotiven errichtete Gebäude ist von einer schönen Waldparkanlage umgeben.

1937 wurde Wolfsgrün nach Blauenthal und mit diesem im Jahr 1994 nach Eibenstock eingemeindet.